Ressourcen

Die Menschheit ist in hohem Maße abhängig von den ihr zur Verfügung stehenden Ressourcen. Wasser, fruchtbare Böden, Biodiversität, Saatgut - ohne diese lebenswichtigen Ressourcen ist keine Landwirtschaft möglich. Doch der Mensch wird in Zukunft immer stärker mit Knappheiten zu kämpfen haben.

Bodenlos

Schon heute gibt es weltweit immer weniger fruchtbare Böden, große Flächen sind verseucht, von Erosion und Degradation bedroht und kaum noch für den Anbau von Pflanzen geeignet. Und während sich die bevölkerungsreichen Länder bereits im großen Stil Böden in anderen Ländern sichern (Landgrabbing), werden immer mehr Kleinbauern vertrieben oder enteignet. Grund und Boden - die Lebensversicherung für Hunderte Millionen von Menschen auf dem Land, ist akut bedroht.


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Immer weniger Wasser für immer mehr Menschen

Ähnlich sieht es mit den weltweiten Süßwasservorkommen aus. Nur 0,007 Prozent der weltweiten Wasserressourcen sind für den Menschen überhaupt unmittelbar nutzbar. Bereits heute sind die Wasservorräte  bis an die Grenzen ausgeschöpft. Die sich explosionsartig vermehrende Weltbevölkerung verbraucht mit zunehmendem Wohlstand und steigendem Konsum immer mehr Wasser. Der Mangel an Trinkwasser in vielen Teilen der Erde ist bereits heute eine humanitäre Tragödie: Mehr als 2,2 Millionen Menschen sterben jährlich an Infektionskrankheiten, die auf verschmutztes Trinkwasser und unzureichende sanitäre Einrichtungen zurückzuführen sind.

Herausforderung Artenverarmung

Auch die Artenvielfalt ist akut bedroht. Während viele Wildarten aufgrund von schwindenden Lebensräumen aussterben, werden immer mehr landwirtschaftlich genutzte traditionelle Tierrassen und Pflanzenarten durch die Industrialisierung der Landwirtschaft verdrängt. Der Verlust der (Agro-)Biodiversität ist eine Katastrophe, deren Auswirkungen bereits in naher Zukunft spürbar werden. Denn Umwelt- und Klimaveränderungen sowie die fortschreitende Ressourcenknappheit fordern immer stärkere Anpassungsleistungen von Pflanzen und Tieren. Lokale Angepasstheit, Verfügbarkeit, Widerstandsfähigkeit, Langlebigkeit und ein möglichst großer Genpool sind wichtige Parameter, um den Herausforderungen der Zukunft angemessen begegnen zu können.

Insbesondere beim Saatgut sind Vielfalt und Verfügbarkeit längst nicht mehr sichergestellt. Hightech-Produkte und Patentierung engen die Unabhängigkeit und Autarkie der Landwirte immer mehr ein. Die Welternährung in den Händen einer weniger Konzerne - das ist ein Zukunftsszenario, das vielen Menschen Sorgen bereitet.

In all diesen Fragen der Ressourcenverfügbarkeit und -Nutzung ist die Ethik gefragt, Konzepte und Antworten zu liefern, die den Bedürfnissen der gegenwärtig lebenden Menschen gerecht werden und gleichzeitig eine dauerhafte Versorgung zukünftiger Generationen sicherstellt. Gerechtigkeit und Verantwortung sind die Schlüsselwörter: Verteilungsgerechtigkeit, Generationengerechtigkeit und Verantwortung gegenüber einer lebendigen und vielfältigen Mitwelt.

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