Überfischung & Weltmeere

Der Zustand der Weltmeere ist dramatisch: Verschmutzung, Erwärmung und Überfischung machen den Lebensraum Meer zu einem Brennpunkt für politisches - und ethisches - Handeln.

Die Weltmeere beheimaten Schätzungen zur Folge mehr als eine Million unterschiedlicher Pflanzen- und Tierarten. Zwei Drittel davon sind wenig bis gar nicht erforscht. Für den Menschen ist das Meer vor allem eines: riesiger Wirtschaftsfaktor. Aufrgund des Bevölkerungswachstums sowie einer erhöhten Kaufkraft in den Schwellenländern wie China und Indien wächst die Nachfrage nach Seefisch stetig. Ein Teil des Bedarfs wird durch Aquakulturen gedeckt. Denn die Weltmeere sind bereits stark überfischt.

 

Fisch


30 Prozent der kommerziell genutzten Bestände sind bereits erschöpft, weitere 50 Prozent bis an ihre Grenze befischt.

Die Folgen sind insbesondere in den Regionen gravierend, in denen die Deckung des Proteinbedarfes der Bevölkerung größtenteils vom Fischverzehr abhängt. Die großen Fangflotten haben Subsistenzfischer weitgehend verdrängt, viele sind in ihrer Existenz akut bedroht.

Neben der nicht nachhaltigen, übermäßigen Befischung stellt die Verschmutzung durch Müll, Pestizideinträge und die Zuführung von Abwässern und chemischen Substanzen eine Bedrohung für die Weltmeere dar. 2013 wurden gehäuft Tiere gefunden, die durch die Aufnahme großer Mengen an Plastikmüll verendet waren. Mehr als sechs Millionen Tonnen Kunststoffabfall landen jährlich im Meer.

In einigen Regionen der Welt befinden sich mehr Plastikpartikel im Wasser, als Plankton.

Die Übernutzung und Verseuchung der Meere wirft viele ethische Fragestellungen auf; für viele Menschen sind es ganz existentielle Fragen nach dem täglichen Überleben. Auch im Hinblick auf die Verwirklichung von Generationengerechtigkeit sowie die Verantwortung von Regierungen und jedem einzelnen Konsumenten müssen die derzeitigen Praktiken hinterfragt werden.

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