Vegetarismus & Veganismus

Während in den Entwicklungs- und Schwellenländern der Hunger nach Fleisch immer stärker wird, stagniert der Konsum von Produkten tierischer Herkunft in den westlichen Industrienationen eher - allerdings auf (zu) hohem Niveau.

Rund 2,5 Millionen Vegetarier leben derzeit in Deutschland und knapp 820.000 Menschen verzichten gänzlich auf Tierprodukte und leben vegan (Stand: 2013). Die Gründe für eine Abkehr vom Fleischkonsum sind vielfältig: Viele Menschen möchten nicht den Tod eines Lebewesens verantworten, andere finden die Haltungsbedingungen untragbar. Auch gesundheitliche Bedenken oder Sorge um die Umwelt aufrgund der schlechten Ökobilanz von Produkten tierischen Ursprungs können ausschlaggebend für einen Ernährungswandel sein.

 

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Doch selbst, wer sich vegetarisch ernährt, muss sich mit der Haltung und Tötung von Tieren zu Nahrungszwecken auseinandersetzen.

Denn jährlich werden Millionen männlicher Geschwisterküken der Legehennen vergast oder geschreddert. Die männlichen Kälber der Milchkühe werden für die Fleischproduktion gemästet, ihre Schwestern haben eine kurze Karriere als Milchkuh vor sich. Und auch die Haltung von Ziegen, Milchkühen oder Legehennen kann Tierleid bedeuten. Kein Fleisch zu essen bedeutet also nicht automatisch eine moralische Überlegenheit.

Diese beanspruchen Veganer gerne für sich. Sie verzichten gänzlich auf jegliche Lebensmittel tierischer Herkunft: Keine Milch, kein Fleisch, kein Käse, kein Honig steht auf dem veganen Speiseplan, selbst Wein, Kosmetik und Kleidung müssen zu 100 Prozent tierfrei sein. Doch auch die Vision von einem ausbeutungsfreien Leben hat ihre Schattenseiten. Neben gesundheitlichen Bedenken, insbesondere in Lebensphasen wie Schwangerschaft und Wachstum, stellt sich die Frage nach der Notwendigkeit von Tieren für eine an natürlichen Kreisläufen orientierte Landwirtschaft.

 

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